technisch

Wiederbelebung von DailyBeat.de

Anfang 2019 hatte ich die Idee meine häufigen Abstecher in die musikalischen Gefilde von Sound- und Mixcloud und analogen Anbietern in einem Blog festzuhalten. Jeden Sonntag nahm ich mir eine Stunde Zeit ließ die vorige Woche Revue passieren und präparierte die nächste Woche unter der Domain “DailyBeat.de“. Dann kam der Sommer, ich hatte zwei, drei Projekte, die weit übers Wochenende hinausschwappten und sich den Sonntag einverleibten… Der Musik-Blog verbringt seit jeher ein archivarisches Dasein, was nun geändert werden soll!

Bei meinen musikalischen Gepflogenheiten gibt es praktisch keine großen Änderungen. SoundCloud rückte mehr in den Vordergrund, weil es im Gegensatz zu Mixcloud im Firefox nicht so rumzickt, auch mein Passwort für Hearthis.at müsste ich wohl erst abstauben und zurücksetzen lassen, aber Musik spielt immer noch eine große Rolle und omnipräsent im Hintergrund (aktuell: Good Life Mix Series 118: Dirty Channels). Die Zahl der verwertbaren Mixe hat sich von Corona keineswegs einschüchtern lassen (obschon es definitiv weniger Live Mixe gab/gibt).

Das Material ist also vorhanden, die Technik verkabelt und die Grafik immer noch ansprechend. Einzig am Konzept müsste geschraubt werden. Generell habe ich drei Punkte auf meiner Abschussliste: die Gedichte, die Tags und der mangelnde Rhythmus der Woche.

Die Nutzung der Gedichte waren der Versuch, persönlich mehr von ihnen zu lesen. Konnte ich sie in der Schule nur spärlich interpretieren, weiß ich sie dennoch zu schätzen. Anders als bei den Mixen aber mangelt es mir an guten Quellen. Dass mein NewYorker-Abo Ende 2017 auslief (zu viel Trump), half nicht. Ich abonnierte zwei “Daily Poems” Newsletter wobei ich oft das Gefühl hatte, zu wenig zu tun. Ergo zukünftig keine Gedichte mehr. Dafür Lyrics, die thematisch näher liegen. Je Monat ein neuer Interpret. Beginnen will ich entweder mit Donna Summer oder Simon & Garfunkel, weil ich erst kürzlich das New York Konzert von denen auf Arte sah und fast jede Strophe zitierbar schien.

Die Tags sind zwar quantitativ hervorragend (wenn auch kurz vor überragend (im negativen Sinne)), überzeugen aber qualitativ nicht. Eine striktere Einteilung nach Anbieter, Interpret und Stilrichtung sollte den vorhandenen Salat schmackhafter machen.

Bleibt der Rhythmus. Technisch gerne als Content Strategy betitelt, geht es darum, was, wann, wie präsentiert wird. Keine Änderung bei den extremen Fragewörtern, aber für die Mitte, also das Wann, habe ich mir überlegt, dass ein besonderer Tag – hier bietet sich passenderdinge der Mittwoch an – nicht verkehrt wäre. Ein Tag, um aus dem House-Schema auszubrechen und andere Stilrichtungen der unzählig vorhandenen elektronischen Art einzuladen.

Wie beim kürzlich vollendeten Inpromtu-Revamp werde ich damit beginnen die Tags neuzugestalten. Danach werden Accounts für die diversen Anbieter reaktiviert und nach weiteren Quellen für regelmäßigen Content gesucht. Neben Soundcloud, netterweise abgehakt, stehen Mixcloud, Hearthis.at und YouTube an. Derart eingerichtet und ausgestattet, sollte einer langfristigen Bespielung der Seite nichts mehr im Wege stehen.

Anvisierter Neuanfang ist die erste Januarwoche. Der Dezember wird also noch mal arbeitsreich!

Sicher dat!

Eher durch Zufall bemerkte ich in dieser Woche, dass die Servereinstellungen für diesen Blog noch nicht ganz gerade gerückt waren.

Es gibt grob vereinfacht vier Möglichkeiten eine Webseite aufzurufen:

Optimal wäre, dass unabhängig davon welche genutzt wird am Ende dieser Blog hier auf dem Bildschirm erscheint. Die Adresse wird unter Umständen vom Browser oder vom Server umgeschrieben – Rom entspräche https://kmbweb.de – aber der Inhalt wird derselbe sein.

Dem war nicht so.

Ich verzichtete bei der Einrichtung dieses Blogs bewusst auf eine Verschlüsselung, die durch das “s” im “https” angestoßen wird und in vielen Browsern dazu führt, dass man ein verschloßenes Schloß in der Adresszeile präsentiert bekommt. Die Verschlüsselung würde primär nur die Kommentarfunktion des Blogs betreffen und diese Daten sind per Definition öffentlich (mit Ausnahme der E-Mail Adresse; aber verwendet da schon die eigene). So wollte ich mir eventuelle Kosten oder zeitlichen Aufwand durch Zertifikatserneuerungen bei meinem Hobbyprojekt sparen.

Diese Knausrigkeit hat aber ein stetig wachsendes Arsenal an Nachteilen; allen voran das oben beschriebene Problem, dass der Besucher statt im Blog plötzlich im nicht genutzten Webmailzugang des Servers landet. Browser machenn zudem darauf aufmerksam, dass man den Schlüssel im Schloß hat steckenlassen und warnt vor Besucht einer nicht verschlüsselten Seite in großen roten Lettern vor dem Eintritt. Auch Suchmaschinen werden immer strikter wenn man statt in Fort Knox nur in einer Sandburg haust, da wird teilweise mit schlechteren Platzierungen sanktioniert.

Nun sind Verschlüsselungen wie auch die Aufmerksamkeit, die die DSGVO auf den Datenschutz lenkte, zwei der positiveren Internet-Entwicklungen in den letzten Jahren. Im gewerblichen Kontext stehen die beiden Punkte bei mir oben auf der Tagesordnung und werden bei der Entscheidungsfindung diverser Themen (müssen Schriftarten und/oder Javascripts aus den USA eingflogen werden, sollte Google & Co das Nutzerverhalten durch Einbindung von Analytic-Skripten der Webseitenbesucher zugänglich gemacht werden, etc) berücksichtigt.

Aber im eigenen, privaten Blog?

Wie der Titel und die Adressezeile zeigt, wird diese Frage von mir generell mit Ja beantwortet, sei es am Ende nur aus dem Grund, dass einem als Webmaster daran gelegen ist, dass alle Besucher, unabhängig davon welche der vier URLs sie verwenden, direkt zum selben Ergebnis kommen.