Nachdem wir im vorigem Beitrag zum Thema die Laufrichtung und Geschwindigkeit unter den Sohlen hatten, soll es diesmal um die Technik gehen. Dafür treten wir kurz behände zwei Schritte zurück und erläutern in einem, eben diesem Nebensatzkonstrukt, dass ein weiteres Kriterium, für die Wahl der beim Sport zu lauschenden Musikstücke, entscheidend ist; auf die Komposition der Mischung kommt es an!
Der menschliche Körper ist, außer beim Sprung aus dem Fenster vielleicht, nicht von jetzt auf gleich zu Höchstgeschwindigkeiten bereit. Da geht es eher graduell denn sprunghaft zu (Fenster erneut ausgeklammert). So auch beim Sport. Und dafür brauchte ich nun Mixe deren BPM nicht zu entfernt von meinem Rhythmus trommeln. Man kann da beim Stöbern und Aussortieren Glück haben, man kann aber auch einfach selbst Hand anlegen, was ich tat und im Folgenden beschreiben werde.
Es hilft technisches Gerät in Form eines DJ-Controllers parat zu haben, was in meinem Fall ein verstaubter und seltenst verwendeter Roland DJ-202 ist. Der kommt mit Serato Lite, was auf meinen Linux-Maschinen vielleicht gerade noch so unteer Wine gestartet wäre. Ich ließ den Schinken also auf der beigelegten CD-ROM und startete stattdessen direkt Mixxx. Dieses hervorragende Stück Software ist gleichzeitig mein Alternativvorschlag, für den Fall, dass jetzt kein DJ-Controller unterm Sofa schlummert. Je nach Hand-Mouse-Keyboard-Koordination vielleicht sogar die bessere Variante. Wenn weder Koordination noch Controller vorhanden sind, gäbe es bei Mixxx sogar einen Auto-DJ!
Die Black Box, die aus mehreren Musikstücken eins macht, steht also. Bleiben die zu verfütternden Stücke. Halten wir die Sache halbwegs legal, wollen aber nicht wirklich Geld ausgeben, bietet sich folgendes an:
- via YT-DLP bei YouTube, Bandcamp & Co gefundene Titel herunterladen
- bei Soundcloud, Hearthis & Co gefundene Titel herunterladen; da gibt es sehr viel legal frei verfügbares was direkt heruntergeladen werden kann oder über Umwege wie Klickaud oder erneut YT-DLP
Dabei kommt es mir weniger auf die Qualität der Stücke an, die bei den frei verfügbaren Titeln eher im 128er-Bereich liegen wird, als mehr darauf, dass sich zeitsparend genug Lieder finden lassen, die ein schnelles Mixen erlauben. Meine erstaunlich ertragreiche Strategie am Beispiel einiger Jumpstyle-Stücke präsentiert:
1) Wir suchen uns einen Song, der sich gut als Einstieg macht. Für Jumpstyle eignet sich zBsp irgendwas von [DJ Pat B](https://soundcloud.com/deejaypatb/. Der hat meist kostenfreie Downloads aktiviert, also alles in Butter. Nehmen wir Calabria von High Resistance.
2) Die Songs finden sich häufig in Playlists, also schauen wir uns alle Playlists an, die den Titel beinhalten. Es reicht ein /sets ans Ende der URL zu packen, will man sich das Klicken sparen. Pro-Tip: Nutzt man einen Song, der nicht zu bekannt ist, dürfte die Ausbeute geringer aber hochwertiger ausfallen!
3) Wir suchen uns eine Playlist mit ausreichend Titeln, die beim zufälligen Reinschnuppern nicht zu sehr nach Gülle riecht. Bleiben wir Pat B treu und nehmen exemplarisch die von emiel.
4) Jetzt pfeffern wir folgendes in die Command Line unseres Vertrauens: yt-dlp -t mp3 https://soundcloud.com/emiel-405384809/sets/pat-b-freestyle-playlist(Details zum "-t mp3"-Teil) und warten.
Fertig!
Bevor ich nun auf die Idee komme meine