- The internet wants to be fragmented by Noah Smith
- /r/mosnterfuzz
- Susanne Falk: Feindbegegnung @ Begleitschreiben
- Demon @ Shigabooks
- Ocean Waves, Bob by Teddy (T.M.) Brown
- The Hedgehog Review
- Alles wird gut gegangen sein werden by Brigade Futur III
- “Batman doesn’t need to look…like an inflatable balloon.”: DC Comics’ Richard Bruning on an era of mergers, multimedia, and mandatory AOL email @ TheComicsJournal
- LLM Visualization by Brendan Bycroft
- The Ghosts of Noise by Morri Creech @ Literary Matters
- Daily Killer Sudoku
Die Möglichkeit eines WordPress-Plugins
Ich habe ein paar freie Tage. Dank minimierter Verpflichtungen ist die mögliche Freizeit maximiert und irgendwie brauchte ich etwas abwechslungsreicheres als dieselben sechs Subreddits zu refreshen in der Hoffnung, dass der nächste Beitrag all meine Probleme lösen wird.
Ich könnte das RSS-Feed Icon auf der rechten Seite korrekt ausrichten und die Blogroll/Link-Seite weiter füllen, ich könnte aber auch meine interne Liste an Kleinstprojekten abarbeiten. Das sind Ideen, die seit längerem in mir rumschwirren ohne eine festere Form als einen hastig drangetackerten Ablaufplan zu haben. Vergleichbar mit einer Schublade in die Jahr für Jahr Kleinkram geschüttet wird und die nun aufgeräumt wird.
Ohne große Abwägung entschied ich mich für ein WordPress-Plugin.
Seinerzeit, sprich vor nunmehr bestimmt schon so 20 Jahren, als ich noch ein kleiner Wald- und Wiesenentwickler war, der mehr für sich als für den schnöden Mammon Spaß daran hatte Projekte in der neuen digital-vernetzten Welt umzusetzen, versuchte ich mich an meinem ersten WordPress-Plugin. Es war eine einfache Geschichte, die es dem Webmaster eines Blogs erlaubte an vordefinierten Stellen variables HTML zu platzieren. Nix Großes, simples "Zeug rein in die Datenbank, Zeug raus aus der Datenbank". Danach wurde es bedingt komplexer, als es darum ging den Google Calendar-Stream eines Musiklabel auszulesen und daraus eine Seite der upcoming Gigs zu generieren. Das war aber auch schon das Highlight. Es flachte mit gelegentlichen Kleinigkeiten für einen auf WordPress betriebenen Online-Shop ab, bis es vollends versiegte.
Ich hatte keine eigene Itch mehr, die gescratched werden müsste, WordPress nutzte ich ebenfalls kaum noch, aber es gab eine Sache, bei der ich mir immer mal wieder dachte, dass es doch ganz nett wäre, wenn es da etwas gäbe. So lese ich regelmäßich die Videospiel-Historie des Digital Antiquarian. Der gute Mann schreibt sich ein Buch zurecht und aufmerksame Leser lassen sich in den Kommentaren zu Rechtschreibfehlern und ähnlichem aus. Die Kommentare sind aufgrund interessanter Anekdoten der eventuell involvierten Zeitzeugen immer einen Blick wert, die regelmäßigen Korrektur-Unterbrechungen machen dies oft zu einem frustrierenden Unterfangen. Ergo hatte ich die den Gedanken, dass es doch nett wäre, wenn Kommentatoren ihre Ergüsse als "nur für den Autor"-relevant markieren könnten.
Der Name "Ninja Comments" drängte sich auf, weil sich so Kommentare an den anderen Kommentatoren vorbeischleichen können; später ersetzt durch "Confidential Comments", was deskriptiver und alliterativer ist.
Nachdem der Arbeitstitel stand, verbrachte ich zu viel Zeit in diversen Suchen, um zu verifizieren, dass so etwas in der Zwischenzeit nicht bereits schon erstellt wurde. Ich wurde fündig, ließ mich aber davon nicht abhalten. Dachte mir, dass es mit zwei, drei Schnörkeln versehen als geschminkte Schwein-Alternative herhalten könnte, ohne zu sehr als kopierte Katze entlarvt zu werden. Letztlich wäre es eine Fingerübung, und die Neugierde über den jetzigen Stand der Technik (das Internet ist nicht sehr gut auf die WordPress'sche Programmierung zu sprechen) überwiegte, so dass ich mich für knapp eine Woche ransetzte.
An dieser Stelle gibt es nix zu präsentieren. Könnte man ja meinen, weil Titel und Vorgeplänkel und mehr Absätze als ein Tausendfüßer mit Pumpsfetisch (das "m" hier ist wichtig!). Stattdessen stelle man sich Ausflüchte und -reden vor, die darin enden, dass die WordPress'sche Programmierung ihrem Ruf alle Ehre macht und die Dokumentation mehr Lücken hat als die Strumpfhosensammlung eines Tausendfüßers mit entsprechendem Fetisch.
Konsumgüter #3
- unstory via bubbles.town
- No time for half-measures: Some thoughts on Vertigo’s return @ TCJ.com
- Shawne Brown via BOOOOOOM
- Nouvelle French by Mixtaper Gallagher
- Violarium by Easy Yogi via bontegames
- The Timekeepers of Eternity
- How I made $50K in 3 days with NFTs
- Podcast transcripts are an untapped research goldmine. @ Card Catalog
- Best Beats Tv
- Knifepoint Horror
Spekulatiusverwertungsstrategien
Habe am samstaglichen Spätnachmittag einem unterbezahlten Aldi-Süd-Auslieferungsfahrer diverse 10-Euroscheine sowie ein 5g-Bag feinster afghanischer Hecke in die Hand gedrückt, damit mir dieser im Gegenzug dabei hilft, nicht unwesentlich wenige Packungen Borggreve Spekulatius aus dem Bauch seine Lasters raus in meine vier DinA3 Jutebeutel zu quetschen. Jetzt quillen die Pakete aus meinem Speisekämmerchen und harren der Dinge, die da kommen werden. Die Zukunft der Kekse wie auch die meines Bauch- und Brustumfangs sieht eher unrosig aus, aber hey, wir haben nur einmal im Jahr "Oktober bis Dezember".
Damit der Spekulatius-Fress-Wahn nicht zu eintönig wird, ein paar Möglichkeiten, wie man sich der Prädiabetes gezielt aber abwechslungsreich nähern kann:
- En Naturel: Der Klassiker. Mund auf, Kekse reinschieben, abbeissen, loskauen!
- Mit Getränk: Wem die Kekse auf Dauer zu trocken werden, kann mit einem Getränk nach Wahl - ich präferiere Milch oder Apfelsaft; Kakao und Kaffee sind zu eigenintensiv im Geschmack und überdröhnen den Zimt nur - nachspülen. Eine Variante hierzu: Kleine Stücke Keks im Mund vorbereiten (in mein Großmaul passen zBsp drei übereinanderliegende Kekshälften), die Flüssigkeit rein, ein wenig ziehen lassen und je nach gewünschter Konsistenzpräferenz noch kauen oder direkt schlucken.
- Als Brei: Quasi die nächste Stufe der gerade erwähnten Variante. Selbes Prinzip nur statt den Brei kleinportioniert im Mund zu bereiten, wird der Nektar im großen Maße in einer Schüssel oder Tasse kredenzt und per Löffel oder Trichter eingeflößt. Bisher nur mit Milch versucht, aber aufgrund der weihnachtlich getrimmten Palate, kann ich mir Apfelsaft ebenfalls gut als Lösemittel vorstellen.
- Mit Apfelmus: Beim Aldi gibt es Apfelmus im Tetrapak, der wie dafür geschaffen ist, den Keks zu garnieren. Der Vorteil beim Tetrapak ist halt, dass wenn man den diesen auf die übliche Weise öffnet, sprich eine der Ecken einreißt oder schneidet, sich die optimale Öffnung ergibt aus der sich das Mus auf den Keks portionieren lässt. Wer Mus nur im Glas hat, der tunkt halt. Wer neben dem Apfel noch andersgearteten Mus nutzen will, soll Rauchzeichen schicken, wie es damit klappte/schmeckte. Pflaumenmus zBsp ist naheliegend, könnte aber zu einer Zimtüberdosis führen!
- Mit Joghurt: Griechischer natürlich, der tropft einem weniger aufs Shirt. Gerne befruchtet, kurz umgerührt, Keks rein, genossen!
- Spomilatius: Hat mir mein Ernährungsberater/Ernährungsabrater von abgeraten. Soll aber nicht vorenthalten werden. Das klassische Rezept gibt es auf Reddit, weitere Rezepte/Verwendungsideen für den Keks aller Kekse gibt es in einem eigenen Subreddit.
Die Mischung machen - Can you really Sweat to my Beat?
Nachdem wir im vorigem Beitrag zum Thema die Laufrichtung und Geschwindigkeit unter den Sohlen hatten, soll es diesmal um die Technik gehen. Dafür treten wir kurz behände zwei Schritte zurück und erläutern in einem, eben diesem Nebensatzkonstrukt, dass ein weiteres Kriterium, für die Wahl der beim Sport zu lauschenden Musikstücke, entscheidend ist; auf die Komposition der Mischung kommt es an!
Der menschliche Körper ist, außer beim Sprung aus dem Fenster vielleicht, nicht von jetzt auf gleich zu Höchstgeschwindigkeiten bereit. Da geht es eher graduell denn sprunghaft zu (Fenster erneut ausgeklammert). So auch beim Sport. Und dafür brauchte ich nun Mixe deren BPM nicht zu entfernt von meinem Rhythmus trommeln. Man kann da beim Stöbern und Aussortieren Glück haben, man kann aber auch einfach selbst Hand anlegen, was ich tat und im Folgenden beschreiben werde.
Es hilft technisches Gerät in Form eines DJ-Controllers parat zu haben, was in meinem Fall ein verstaubter und seltenst verwendeter Roland DJ-202 ist. Der kommt mit Serato Lite, was auf meinen Linux-Maschinen vielleicht gerade noch so unteer Wine gestartet wäre. Ich ließ den Schinken also auf der beigelegten CD-ROM und startete stattdessen direkt Mixxx. Dieses hervorragende Stück Software ist gleichzeitig mein Alternativvorschlag, für den Fall, dass jetzt kein DJ-Controller unterm Sofa schlummert. Je nach Hand-Mouse-Keyboard-Koordination vielleicht sogar die bessere Variante. Wenn weder Koordination noch Controller vorhanden sind, gäbe es bei Mixxx sogar einen Auto-DJ!
Die Black Box, die aus mehreren Musikstücken eins macht, steht also. Bleiben die zu verfütternden Stücke. Halten wir die Sache halbwegs legal, wollen aber nicht wirklich Geld ausgeben, bietet sich folgendes an:
- via YT-DLP bei YouTube, Bandcamp & Co gefundene Titel herunterladen
- bei Soundcloud, Hearthis & Co gefundene Titel herunterladen; da gibt es sehr viel legal frei verfügbares was direkt heruntergeladen werden kann oder über Umwege wie Klickaud oder erneut YT-DLP
Dabei kommt es mir weniger auf die Qualität der Stücke an, die bei den frei verfügbaren Titeln eher im 128er-Bereich liegen wird, als mehr darauf, dass sich zeitsparend genug Lieder finden lassen, die ein schnelles Mixen erlauben. Meine erstaunlich ertragreiche Strategie am Beispiel einiger Jumpstyle-Stücke präsentiert:
1) Wir suchen uns einen Song, der sich gut als Einstieg macht. Für Jumpstyle eignet sich zBsp irgendwas von [DJ Pat B](https://soundcloud.com/deejaypatb/. Der hat meist kostenfreie Downloads aktiviert, also alles in Butter. Nehmen wir Calabria von High Resistance.
2) Die Songs finden sich häufig in Playlists, also schauen wir uns alle Playlists an, die den Titel beinhalten. Es reicht ein /sets ans Ende der URL zu packen, will man sich das Klicken sparen. Pro-Tip: Nutzt man einen Song, der nicht zu bekannt ist, dürfte die Ausbeute geringer aber hochwertiger ausfallen!
3) Wir suchen uns eine Playlist mit ausreichend Titeln, die beim zufälligen Reinschnuppern nicht zu sehr nach Gülle riecht. Bleiben wir Pat B treu und nehmen exemplarisch die von emiel.
4) Jetzt pfeffern wir folgendes in die Command Line unseres Vertrauens: yt-dlp -t mp3 https://soundcloud.com/emiel-405384809/sets/pat-b-freestyle-playlist(Details zum "-t mp3"-Teil) und warten.
Fertig!
Konsumgüter #2
Abgespalten
Gestern via Clone.fyi erfahren, dass 4Columns nicht mehr ist. Man ging im Juni den Weg des Dodo.
(Sprich, man wartet in einem verstaubten Pappzylinder hinter einem Schrank darauf, den Platz des gleichformatigen DinA0-Drucks von einem Pinguin an meiner Wand einnehmen zu können; so wie ich das ursprünglich plante, weil ich zu geizig war soviel Geld für einen zweiten Rahmen auszugeben...)
Hatte das Prädikat, dass es der einzige Newsletter war, den ich freiwillig per E-Mail abonnierte (man bot keinen RSS-Feed an, also blieb mir nix anderes übrig). Während ich noch häufiger den ÖPNV nutzte, wurde Samstags früh das Smartphone gezückt und ich verschwand Woche um Woche für roundabout 4.000 Worte in vier neue Kritiken und Texte des kleinen aber feinen Magazins.
Die Filmkritikerin Melissa Anderson erinnert sich auf Mubi an die zehn Jahre des Bestehens. Ich könnte nun ebenfalls in Erinnerungen schwelgen, verweise aber lieber auf das fantastisch umfangreiche und fantastisch fantastische Archiv.
Konsumgüter #1
- Michael Haneke Day @ Dennis Cooper
- How Robert Altman’s Anti-Western Classic ‘McCabe & Mrs. Miller’ Aged Like Fine Wine @ Cinephilia & Beyond
- The Atlas of Learning @ Card Catalog
- Fleep via Metafilter
- The Fourth Man
- Death Cab for Cutie: Tiny Desk Concert via /r/indieheads
- French Weird via WebCurios
- Surrender as a non-stupid life strategy @ Sasha's 'Newsletter'
- D O P Explore - A Passage Through Affinities @ Door of Perception
- The Coffee Table
- Tedium
Die Mischung macht's - Can you Sweat to my Beat?
Im Rahmen des Kontrastprogramms zu meinem eher sitz- und beugebehafteten Alltag vor dem Rechner, schleife ich meinen Körper alle zwei bis zwölf Tage ins nahegelegene Fitnesstudio, um dort auf dem Epilleptischen bzw dem Laufband den Morlock zu mimen.
Dabei spielt Musik eine gewichtige Rolle.
Zum einen übertönt sie die andere Musik, die ungefragt auf die Trainierenden poltert. Diese ist - abhängig davon welche Trainer gerade Schicht schieben, wie ich vermute - mal lauter mal leiser, mal schneller mal langsamer, im Endeffekt aber selten meins. Ich bin, wie im weiteren Verlauf des Bloggens gezeigt wird (oder bereits vorab in meiner kuratierten Likeliste auf Soundcloud verlauscht werden kann) nicht zimperlich was Musikrichtungen betrifft. Aber dieses Trance / Progressive Elektrozeug aus den Studiolautsprechern verfehlt meinen Geschmack und, hier viel wichtiger, motiviert eher zum Aufgeben als zum Abgehen.
Wissenschaftlich fundiert ist hier nix (es gibt Ansätze, dass einem bekanntere Stücke stringenter an die Leine nehmen, gerade wenn's intensiver wird), aber wenn die Musik einen positiv stimmt, zwei drei Stanzen mitgeträllert werden können, bewegt sich zumindest mein Körper irgendwie runder.
Ein Vorteil der gerade elektronischeren Musikarten ist die durchgängige BeatsPerMinute-An- und Ausgabe, die in Verbindung mit den relevanten Werten auf den Trainingsgeräten (eben KilometerProStunde fürs Laufband oder UmdrehungenProMinute fürs Zirkelgerät) ein Ziel vorgeben auf welches zu ich mich hinbewegen kann. Statt groß an den Einstellungen rumzufummeln, reicht es die gerade - man kommt ja höher, schneller, weiter - relevante Geschwindigkeit oder Intensität einzustellen und ab dafür!
So stürzte mich in den Elektrodschungel. Ishkurs Karte hätte geholfen, war aber nicht nötig. Ich hatte bereits genügend Ansatzpunkte und die Route die ich nahm sah in etwa so aus:
- Jacking House / G House :: Das hyperaktive Geschwisterpärchen des Deep House, meinem täglichen Driver während der Arbeit
- Fidget House :: Schnelleres, hektischeres House
- Happy Hardcore :: Für jemanden der seinerzeit Charly Lownoise & Mental Theo im neueröffneten HMV im Centro auflegen sah/hörte, war das ein No-Brainer. Bin aber außer mit den Klassikern mit dem Rest des Genres nicht ganz warm geworden.
- Gabber :: Auch hier geht es gerne zu den Classics, die vielfältiger ausfallen und so mehr Abwechslung in der Berieselung bieten
- Millennium :: Unterart des Gabber
- Jumpstyle/Tekstyle :: Wir hatten hektische Housemusik, hier gibt es hektischen Gabber. Die durchgehende Bassline ist wie für den Sport geschaffen nur überschlägt sich der Crosstrainer ganz gerne mal
Es gäbe Möglichkeiten die BPM weiter nach oben zu schrauben - man denke an Uptempo oder French- und Speedcore - aber das ist mir zum einen zu viel Noise und zum anderen zu schnell. Mir geht es am Ende mehr um Distanz und Ausdauer als um Geschwindigkeit.
Mit dem Haken beim "Was ich hören will", blieb die Frage, wie ich an entsprechendes Material komme. Soundcloud lag nahe. Dort gibt es genug Sets/Mixe und entweder direkte Downloadmöglichkeiten oder eben die Variante via Klickaud oder YT-DLP.
Man muss nicht lange suchen. Schnell landet man bei Toxic Sickness, Rige Music, DJs wie J.O.E oder Thumpa & Co KG. Alleine deren regelmäßiger Output wird mich noch für einige Kilometer begleiten.
Fortsetzung folgt...